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Konzeption der flexiblen Schuleingangsphase, die lt. Schulkonferenzbeschluss an der Uhlandschule in jahrgangsimmanenten Klassen eingeführt wird
Ein Team von acht Kolleginnen arbeitet bereits seit über fünf Jahren an der Gestaltung und Umsetzung der flexiblen Schuleingangsphase. Die vorliegende Konzeption entstammt dem an der UGS bereits seit einigen Jahren praktiziertem klassenübergreifenden Förderkonzept, welches den Kernpunkt des hier geschilderten Ansatzes bildet.
Die Einführung der Schuleingangsphase wurde an unserer Schule auf unterschiedlichen Ebenen geplant: Ebene der formalen Planung: - Nach welchem Modell wollen wir arbeiten? - Wie könnte ein Zeitplan zur Einführung aussehen? - Welche Entscheidungen müssen zuerst getroffen werden?
Ebene der inhaltlichen Planung: - Methodendiskussion - Veränderung der Lehrerrolle - Aneignen des förderdiagnostischen Inventars
Im September 2003 erstellten wir einen Zeitplan mit folgenden Zielperspektiven: November: Schulanfängeranmeldung mit Hilfe einer modifizierten Schuleingangsdiagnostik vor dem Hintergrund des Schulfähigkeitsprofils: - Auswerten der hierbei entstandenen Daten - Fördergespräche mit den Kindergärten - Vorschulische Förderempfehlungen - Beginn der Erstellung eines Lernportfolios März: - Entscheidung, mit der flexiblen Schuleingangsphase bereits im Schuljahr 2004/05 zu beginnen. - Entscheidung der Schulkonferenz nach eingehender Beratung mit Lehrerinnen/Lehrern und Eltern, einen sogenannten „weichen Einstieg (jahrgangsübergreifendes Arbeiten, aber in getrennten Klassen)“ in die flexible Schuleingangsphase zu wählen, um ggf. später zu entscheiden, eine reine jahrgangsübergreifende Lerngruppe 1/2 zu bilden. - Vorteile dieses Entschlusses: Alle Beteiligten können sich behutsam in die jahrgangsübergreifende Arbeit begeben. Nach entsprechender Evaluation kann die Arbeit bei Bedarf auf eine jahrgangsübergreifende Klasse ausgeweitet werden. März: Vorläufiges Bestimmen der Klassenlehrerinnen für die Schuleingangsphase. Diese Kolleginnen bilden eine Steuergruppe, die die Arbeit an der flexiblen Schuleingangsphase plant und dem Kollegium transparent macht. Diese Gruppe sichtet Arbeitsmittel, diskutiert Methoden und bildet sich im Bereich der Förderdiagnostik weiter fort. Sie bereitet alle nötigen Entscheidungen vor. April: Elternabend zum jahrgangsübergreifenden Unterricht für die Eltern der Schulanfänger. Anhand unterschiedlicher Stationen werden die Bereiche „Schriftspracherwerb“, „Zahlbegriffsentwicklung“, „Wahrnehmung“, „Konzentration“ sowie „Grundlagen des Lernens“ verdeutlicht. Darüber hinaus bekommen die Eltern eine erste Information zur praktischen Durchführung von jahrgangsübergreifendem Lernen in der Klasse 1 und 2: - Durchlässigkeit der Jahrgangsstufen vor dem Hintergrund der individuellen Lernentwicklung der Kinder. - Diese Durchlässigkeit soll sich auch auf unser bisher klassenübergreifendangewandtes Förderkonzept beziehen, das den Eltern bereits bekannt ist. - Planung von jahrgangsübergreifenden Projekten. - Bilden von „Klassenpatenschaften (z.B. 1a und 2a)“. Die Lehrerinnen und Lehrer dieser beiden Klassen arbeiten sehr eng unter Berücksichtigung des jahrgangsübergreifenden Lernens zusammen. Mai: Letztes Überprüfen von zukünftigen Schulanfängern Endgültige Festlegung der Klassen(-stärke) Aufarbeiten der bei der Schulanfängeranmeldung erstellten Lernportfolios
Juni: Einladung der zukünftigen Schulanfänger zur Schule: Kennen lernen der Klassenlehrerin und der Klassenkameraden/-innen. Kennenlernen der Schule. Elternabend zur letzten Information zum Schulanfang In dieser Zeit trifft sich die Steuergruppe wöchentlich, um vor allem an Material- und Methodenfragen zu arbeiten. Die Treffen der Steuergruppe sind für das Kollegium offen, so dass interessierte Kolleginnen stets teilnehmen können. Die Kolleginnen und Kollegen sind hochmotiviert, da sie ihr eigenes Lernen und Erfahren selbst steuern können. Somit wird die Entwicklung eines jahrgangsübergreifenden Lernkonzeptes nicht als „fremdbestimmt“ sondern als Ergebnis eines konstruktiven Arbeitsprozesses empfunden. Da unsere Schule bereits seit längerer Zeit nach einem diagnosegestützten klassenübergreifenden Förderkonzept arbeitet, war für alle Beteiligten der Bereich der förderdiagnostischen Grundlagen weitestgehend bekannt.
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