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Beratung der Erziehungsberechtigten findet an unserer Schule in unterschiedlichen Formen statt. Ziel jeder Beratung ist, den schulischen Werdegang der Kinder positiv zu unterstützen und, wenn nötig, entsprechende Fördermaßnahmen einzuleiten.
"Wir bringen sie auf Augenhöhe“
Auf Grund unterschiedlicher Lernbiographien der heutigen Erwachsenen und der großen Veränderungen in Schule ist der Bedarf an Information über "Schule heute" gestiegen. Durch folgende Veranstaltungen bringen wir die Eltern unserer Schüler auf Augenhöhe mit uns und ihren Kindern:
1. Veranstaltung:
Ungefähr ein halbes Jahr vor der Einschulung laden wir die Eltern der zukünftigen Schulanfängerinnen und -anfänger zu der Veranstaltung „Wir bringen Sie auf Augenhöhe – Schule heute“ ein. Die Eltern können an verschiedenen Stationen erproben, wie Lernen funktioniert, welche Lernvoraussetzungen die Kinder mitbringen sollten und mit welchen Materialien und Büchern ihre Kinder arbeiten werden. Es sind insgesamt 4 Stationen: Mathematik, Schriftspracherwerb, individuelle Förderung und allgemeine Voraussetzungen zum Schulbeginn.
An jeder Station befinden sich Lehrerinnen aus der Schuleingangsphase, die Fragen beantworten, mit Hilfe von Plakaten erläutern, wie sich das Lernen in der Schule aktuell gestaltet und den Umgang mit dem Material erklären. Besonderes Gewicht wird auf die Möglichkeit gelegt, mit den Materialien umzugehen und sie zu erproben. Weiterhin gibt es in einem Raum Informationen zum Ganztagsbetrieb und zum Förderverein der Uhlandschule. An der Station „Schriftspracherwerb“ informieren die Lehrerinnen die Eltern über die Entwicklungsstufen beim Schriftspracherwerb. Zum Bereich des Schriftspracherwerbs nach dem Spracherfahrungsansatz zählt als weitere Säule des Deutschunterrichts das systematische Rechtschreibkonzept von Sommer-Stumpenhorst. Die Eltern erhalten einen ersten Einblick in die Ordnung der Rechtschreibung nach Sommer-Stumpenhorst und erkunden das umfangreiche, differenzierte und sehr gut strukturierte Rechtschreibmaterial, welches es den Kindern von Anfang an ermöglicht, sehr selbständig und in ihrem eigenen Tempo, die Rechtschreibung zu erschließen. Weiterhin werden die Eltern über die Bedeutung des Begriffs der „Phonologischen Bewusstheit“ informiert, d.h., welche Kenntnisse und Fähigkeiten ein Kind im Vorschulalter haben sollte (Grundlagen) und was ein Kind in der Schule lernt.
An der Station „Mathematik“ gibt es Informationen zum Prozess der Zahlbegriffsentwicklung bei Grundschulkindern. Es wird auf die Aspekte Zählfertigkeit (Zählen, Mengenerfassung), Rechenfertigkeit (Addieren, Subtrahieren) und Raum-Lage-Beziehungen eingegangen und erläutert, wie man in Alltagssituationen üben kann. An der Station „Individuelle Förderung“ erfahren die Eltern, dass alle Kinder nach ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden. Dies geschieht nach Diagnoseverfahren und innerhalb und außerhalb der Klasse nach Schwerpunkten. Den Eltern werden die Gründe und die Notwendigkeit der Förderung bezogen auf den sprachlichen, mathematischen und motorischen Bereich veranschaulicht und die Materialien und Übungen zu den einzelnen Bereichen vorgestellt, so dass sie diese, wenn sie möchten, erproben können. Weiterhin werden die Eltern über unseren Sportförderunterricht, die klassenübergreifende Förderung in den Jahrgangsstufen nach Diagnose (z.B. HSP, BWT, PME, …), die zusätzliche Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche und die Förderung für ausländische Kinder informiert. Außerdem erläutern wir den Eltern das Konzept unserer integrierten Eingangsstufe bezogen auf die Förderbereiche, Organisation, Ziele und Praxis. An einer weiteren Station erfahren die Eltern, was Schule erwartet (Allgemeine Voraussetzungen) mit den Schwerpunkten „Auf dem Weg zur Selbständigkeit“ und „Unsere Bitte an Sie“. Auf diese Weise erhalten die Eltern einen Einblick in die wesentlichen Grundlagen unserer schulischen Arbeit. Weiterhin besteht die Möglichkeit, viele Fragen bereits vor der Einschulung zu beantworten.
2. Veranstaltung:
Eine weitere Veranstaltung in der Reihe „Wir bringen Sie auf Augenhöhe“ wird für die Eltern der Kinder des zweiten Schuljahres angeboten. Diese findet in Form einer Powerpoint -Präsentation durch den Schulleiter statt. In dieser Veranstaltung geht es um die Kompetenzerwartungen am Ende von Klasse 2 und die Zeugnisse am Ende des 2. Schuljahres. Der Schulleiter erläutert den Eltern exemplarisch für die Fächer Deutsch und Mathematik sowie Sachunterricht, welche Kompetenzerwartungen die Kinder am Ende der Klasse 2 erlangt haben müssen. Er geht auf die einzelnen Bereiche (Mündliches Sprachhandeln, Schriftliches Sprachhandeln, einschließlich Rechtschreiben, Umgang mit Texten und Medien, einschließlich Lesen und Sprache reflektieren) ein und verdeutlicht den Eltern, dass nur diejenigen Kinder, die die geforderten Voraussetzungen erfüllen, in die 3. Klasse versetzt werden können. Bezogen auf das Fach Mathematik werden den Eltern ebenfalls die verbindlichen Anforderungen erläutert. Anschließend erhalten die Eltern Informationen über die Aussagen des Schulgesetzes und Informationen über Grundlagen der Leistungsmessung. Weiterhin wird auf den Weg der Notengebung eingegangen und den Eltern unser Konzept hierzu vorgestellt und anschließend der organisatorische Ablauf veranschaulicht.
3. Veranstaltung:
Eine weitere Veranstaltung in der Reihe „Wir bringen Sie auf Augenhöhe“ findet am Anfang von Klasse 3 statt. Diese wird ebenfalls in Form einer Powerpoint-Präsentation durch den Schulleiter angeboten. Die Veranstaltung informiert die Eltern, bezogen auf die Fächer Deutsch und Mathematik, über die Kompetenzerwartungen am Ende von Klasse 4.
Beratung zur Einschulung - Das Einschulungskonzept der UGS
Mit Beginn des Schuljahres 2000/01 hat sich das Einschulungskonzept der Uhlandschule verändert:
Im Vorfeld der Schulanfängeranmeldungen finden, wenn dies gewünscht wird, in den einzelnen Kindergärten Informationen statt.
Direkt nach der Anmeldung nimmt die Schule Kontakt zu den Kindern und Erziehungsberechtigten auf. Vor den Sommerferien haben die Schulanfänger und -anfängerinnen die Gelegenheit, ihre Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrer kennenzulernen. Hierzu besuchen sie an einem Schulmorgen die Klasse der „neuen Lehrer/innen“ und nehmen für ca. eine Schulstunde am „Unterricht“ teil.
Während dieser Zeit werden die Eltern über Fragen der Einschulung bzw. der Schule informiert.
Zum gleichen Zeitpunkt bekommen die Erziehungsberechtigten ein Informationsheft, in dem alle wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Uhlandschule beantwortet werden. Aber auch die Kinder bekommen ein Informationsheft.
Auf diese Weise werden bei den Schulanfängerinnen und -anfängern erste Ängste abgebaut. Sie lernen sich nicht nur in ihrem zukünftigen Klassenverband kennen, sondern können sich ein erstes Bild von ihrer zukünftigen Lehrerin bzw. ihrem zukünftigen Lehrer machen. Der eigentliche Einschulungstag beginnt somit nicht mit den bangen Fragen: Wie sieht meine Lehrerin/mein Lehrer aus, wer ist mit mir in einer Klasse?
Am Einschulungstag selbst werden die Kinder und die Erziehungsberechtigten nach einem Gottesdienst in den zur Schule gehörigen Gemeinden von der gesamten Schulgemeinde begrüßt, d.h. nicht nur die allgemein übliche Einschulungsfeier findet statt. Während die Erziehungsberechtigten auf ihre Kinder warten, die an ihrer ersten (zweiten) Schulstunde teilnehmen, informiert der Förderverein der Schule bei Kaffee und Kuchen über wichtige Elternfragen zum Schulbetrieb und - natürlich auch - über den Förderverein.
Noch vor den Herbstferien findet für die ersten Jahrgänge ein Elternsprechtag statt. Darüber hinaus haben alle Eltern der Uhlandschule die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung mit den Kolleginnen und Kollegen zu sprechen.
Regelmäßige Beratungen und Informationen
Zweimal im Schuljahr bieten die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule Elternsprechtage an. Auf Wunsch der Eltern vereinbaren die Kolleginnen und Kollegen - ebenso die Schulleitung - gern einen Termin zu einem Gespräch (Gespräche „zwischen Tür und Angel“ wollen wir möglichst vermeiden). Nach Ausgabe der Zeugnisse stehen die Lehrerinnen und Lehrer zu angegebenen Zeiten für Erläuterungen zu den Zeugnissen zur Verfügung. Im ersten und zweiten Jahrgang erhalten die Eltern direkt das Zeugnis und gleichzeitig entsprechende Informationen. Bei Bedarf berät die Schule die Eltern in Sonderveranstaltungen (z.B. Rauschgift, Gewalt usw.). Über alle wissenswerten Fakten und Ereignisse werden die Eltern durch Informationsschreiben in Kenntnis gesetzt.
Beratung zum Übergang zu einer weiterführenden Schule
Vor den Herbstferien informiert der Schulleiter die Eltern der 4. Jahrgangsstufe über die weiterführenden Schulformen am Ort und über andere Formen weiterführender Schulen. Während zweier Elternsprechtage - im November und kurz nach den Weihnachtsferien - beraten die Klassenlehrerinnen/die Klassenlehrer gemeinsam mit den Eltern auf der Grundlage der bisher erbrachten Leistungen und Verhaltensweisen der Schüler über die Schulformen, die für das jeweilige Kind am geeignetsten erscheinen. Als Vorbereitung auf dieses Gespräch erhalten die Eltern einen Fragebogen, der häusliches Lern- und Arbeitsverhalten abfragt. (Anlage 2 und 3). Dieser Bogen wird in die Beratung mit einbezogen. Ein Merkblatt des Kultusministeriums informiert ausführlich kurz vor Weihnachten über die Formen weiterführender Schulen. Etwa zur gleichen Zeit informiert eine Broschüre der Stadt Werne speziell über die weiterführenden Schulen der Stadt, deren besondere Angebote, Schwerpunkte, Anmeldeverfahren und -termine usw. Viele weiterführenden Schulen bieten Informationsmöglichkeiten an, die wir an die Eltern weitergeben. In Zweifelsfällen stehen die Lehrerinnen und Lehrer den Eltern zusätzlich zu Gesprächen nach Vereinbarung zur Verfügung. Als Anlage zum Zeugnis erhalten die Eltern als weitere Entscheidungshilfe schriftlich eine Empfehlung der aus Sicht der Klassenkonferenz für das jeweilige Kind geeigneten Schulformen.
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