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Rechtschreibunterricht nach Sommer-Stumpenhorst
Seit Beginn des Schuljahres 2003/04 folgen wir im Rechtschreibunterricht dem Konzept „Richtig Schreiben lernen – von Anfang an“ von Norbert Sommer-Stumpenhorst.
Dieses Konzept baut auf den Vorerfahrungen der Kinder auf. D.h., es berücksichtigt das, was Kinder wissen und können, wenn sie in die Schule kommen. Diese Vorerfahrungen sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und von Kind zu Kind verschieden. Nur in einem differenzierten und individualisierten Unterricht ist es möglich, die unterschiedlichen Lernausgangslagen zu berücksichtigen und weiter zu entwickeln. Dieser Tatsache trägt das Konzept von Sommer-Stumpenhorst im besonderen Maße Rechnung. Er betrachtet den Rechtschreiblernprozess als „einen qualitativen Entwicklungsprozess, der sich auf drei Ebenen (Laut-, Wort- und Kontextebene) parallel vollzieht.“ Diese Entwicklungsebenen bilden auch die Grundlage für die verschiedenen Lernbereiche, in denen die Kinder ihres jeweiligen Entwicklungstandes entsprechend im Laufe der vier Grundschuljahre arbeiten. Folgende pädagogische Ziele stehen im Vordergrund: Die Kinder sollen zu selbständigem und effizientem Lernen angeleitet werden. Sie sollen die eigenen Talente nutzen und lernen, mit Schwierigkeiten umzugehen. Sie sollen Verantwortung für das eigene Lernen und soziale Verantwortung übernehmen. In allen Jahrgangsstufen wird regelmäßig mit dem Programm von Sommer-Stumpenhorst gearbeitet. Dabei wird im 1. und 2. Schuljahr verstärkt gearbeitet, im 3. und 4. Schuljahr werden die Übungen vermehrt durch Übungen im Tinto- Buch ergänzt, dessen Konzeption sich an das Rechtschreibkonzept anlehnt.
Übersicht über die Umsetzung des Rechtschreiblernkonzeptes: Schuleingangsphase 1. Schulbesuchsjahr Freies Schreiben von Anfang an Das Schreiben lernen mit der Anlauttabelle Unterscheidung der Schriftzeichen Arbeit mit dem Rechtschreibpass (Hör-, Seh- und Schreibübungen). Einführung des Modellwortschatzes 1 Übungen im Lernbereich LB (Laut-Buchstabenzuordnung)
2.Schulbesuchsjahr Übungen im Lernbereich LB Übungen im Lernbereich LD (sprachliche Durchgliederung) Das Fortschreiten in den Lernbereichen kann von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein. Das Verweilen in einem Lernbereich oder aber das Aufsteigen in einen anderen Lernbereich hängt ab von dem Ergebnis der Diagnosediktate, die in regelmäßigen Abständen geschrieben werden
(ca. 3 pro Halbjahr).
Klasse 3 Jedes Kind arbeitet nach dem Stand seiner erworbenen Kompetenzen in dem individuellen Lernbereich. Für viele Kinder wird sich aber die Weiterarbeit wie folgt gestalten: zumeist: Einführung des Modellwortschatzes 2 Übungen im Lernbereich LV (lang und kurz gesprochene Vokale) Übungen im Lernbereich WA (Wortarten unterscheiden) Übungen im Lernbereich WU (Ableitungen und Umformungen)
Bevor die Kinder beginnen, im Lernbereich LV zu arbeiten, sollte der individuelle Lernstand noch einmal genau überprüft werden. Denn nur wenn sie die notwendigen Kompetenzen erlangt haben, können sie in diesem neuen Lernbereich erfolgreich weiterarbeiten.
Klasse 4 Weiterarbeit im individuellen Lernbereich Übungen im Lernbereich WZ (Wortbildung, Zerlegung von Wörtern) Übungen im Lernbereich SA (sprachliche Richtigkeit – Syntax) Übungen im Lernbereich SZ (richtiges Setzen von Satzzeichen Übungen im Lernbereich AF (Ausnahmen, Fremdwörter)
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